Donnerstag, 19. Januar 2012

Renzension "Ein Moment fürs Leben" von Cecilia Ahern



Cecilia Ahern
Ein Moment fürs Leben
Gebundenes Buch
444 Seiten
Erscheinungsdatum: 2011
Krüger Verlag
ISBN 9783810501479
16,95 €


  

Der Weg zu mir: Das Buch ist mir in der Bücherei über den Weg gelaufen. Ich habe schon ein paar Bücher der Autorin gelesen, und so habe ich mir gedacht, dass mir dieses auch gefallen könnte. 

Der erste Satz: „Liebe Lucy Silchester, ich möchte Sie am Montag, dem 30. Mai 2011, zu einem Treffen bitten.“

Das Äußere:  Das Hardcover-Buch ist ganz im Stil der übrigen Bücher von Cecilia Ahern gehalten:  Blauer Grund, darauf ein Motiv und der geschwungene, wie Schreibschrift anmutende Titel. Das Motiv ist in diesem Fall eine Katze, die aus vielen kleinen Blüten besteht. Einen Bezug zum Inhalt gibt es damit auch, denn die Protagonistin besitzt eine Katze. Wer die übrigen Bücher bereits im Regal hat, kann dieses vom Äußeren her gut daneben stellen.

Das Innere: Lucy Silchester, eine junge Frau aus gutem Hause, lebt seit fast drei Jahren allein, denn ihr Freund Blake hat sie verlassen. Mit Blake – einem Abenteuerer - hatte sie eine tolle Zeit, und dieser trauert sie nun hinterher. Am liebsten vor dem Fernseher, wo er mittlerweile regelmäßig in einer eigenen Reisesendung zu sehen ist. Dabei ist sie meistens nicht ganz ehrlich zu sich und anderen, denn im Freundeskreis lautet die offizielle Version, dass Lucy Blake verlassen hat und nicht umgekehrt. In Lucys Leben summieren sich nach und nach viele kleine Lügen, so dass ihr Leben auf den Plan tritt, um endlich einmal Tacheles mit ihr zu reden. Nach einigem Widerstand erklärt sich Lucy bereit, „ihr Leben“ in der Gestalt eines zu Beginn nicht sehr sympathischen Mannes in ihr Leben und ihren Alltag zu lassen, wodurch Lucy mehr als einmal auf humorvolle Art und Weise gezwungen ist, die eine oder andere Verhaltensweise doch einmal zu überdenken und über Alternativen nachzudenken. Ihr Ex-Freund Blake ist nur eine dieser Baustellen, die es für Lucy im Laufe des Buches zu bearbeiten gilt.

Das Wesentliche:  Cecilia Aherns Bücher haben immer einen kleinen Touch Übersinnliches. So ist es auch hier: wie selbstverständlich setzt sich das „Leben“ mit Lucy, unserer Protagonistin, in Verbindung. Diese Vorgehensweise ist Lucy gar nicht unbekannt, denn augenscheinlich ist das auch anderen Personen schon passiert. Der Einstieg ins Buch gelingt wahrscheinlich allen, die mit Cecilia Ahern’s Schreibweise und der von ihr eingebauten Portion Fantasy vertraut sind, leicht.
Lucy ist eine anstrengende Person, die es mir nicht leicht gemacht hat, sie zu mögen. Ihre Verhaltensweisen und Eigenarten sind nicht immer ganz verständlich: sei es ihre Wohnung, in der sie sozusagen über Tische und Bänke klettern muss, weil die Möbel viel zu überdimensioniert sind, sei es ihr Umgang mit ihren Eltern, denen sie nie die Wahrheit sagt. Wieso Lucy die vielen kleinen Schwindeleien eigentlich braucht, mit denen sie sich durchs Leben schlägt, ist mir nicht wirklich klar geworden.
Lucys „Leben“ hingegen ist eine interessante Persönlichkeit und bildet sozusagen ihren Counterpart, der sie immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholt. Dies passiert eher unterschwellig, so dass Lucy gar nicht immer merkt, wie ihr Leben sie auf den richtigen Weg zurück bringt. Den Ablauf der Story hat Ahern toll konstruiert, und es gibt ein paar lustige Wendungen im Buch, mit denen man zu Beginn noch nicht gerechnet hätte.
Natürlich liest sich das Buch – wie eigentlich alles von Cecilia Ahern – leicht und flüssig, jeder Fan ihrer Bücher wird hier auf seine Kosten kommen. Mir persönlich erschien dieses Buch im Vergleich zu den übrigen Romanen allerdings etwas oberflächlicher, daher hat es mich dieses Mal weniger gefesselt.

Die Lieblingspassage:   „Ich hab total die Orientierung verloren.“ Auf einmal spürte ich die Hand meines Lebens auf dem Kopf. „Keine Sorge, Lucy, du wirst den richtigen Weg finden, ich bin ja da, ich helfe dir.“ „Und, hast du eine Karte? Weil ich das nämlich geographisch meine – ich habe mich verfahren.“ Hastig zog er die Hand zurück und schaute sich um. „Oh.“ […] „Lass mich fahren.“ […] Er sah mich erschöpft an, und ich gab auf. „Na gut, Sebastian gehört dir.“ Ich stieg aus und versuchte es mir auf dem Rücksitz einigermaßen bequem zu machen. Und nun saß mein Leben am Steuer. (Seiten 315, 316)
Die Bewertung:

Kommentare:

  1. Hey,
    ich schreibe immer dann was auf, wenn mir was auffällt (besondere Zitate, Charakteristik usw.). Den Notizblock hab ich immer dabei, so dass es auch schnell gehen kann. :-) Ich kann mich komischerweise aber lange daran erinnern, was für ein Lesegefühl ich hatte und worum es in der betreffenden Geschichte ging. Manchmal ist das echt von Vorteil.

    LG Mareike

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  2. Schöne Rezi zu einem Buch, dass ich auch noch lesen möchte. Ich habe bis auf "Zeit deines Lebens" bisher alle Bücher von ihr gelesen und fand sie meist alle schön. Vor allem die Botschaften die darin stecken sind immer toll oder ? :)

    Aber das mit dem Leben als Mensch hört sich auch mal richtig gut an!

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  3. Hmhmhm... hört sich ja ganz gut an. Bei der guten Frau Ahern weiß man nie so richtig was einen erwartet, Mal supertoll, mal totale Pleite. Ich bin da ein bisschen vorsichtig geworden.

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  4. Ich liebe die Cecelia Ahern Bücher :)
    Dieses hat mir zwar gut gefallen, aber mich hat es nicht vom Hocker gehauen!

    LG Steffi
    http://steffisbookcase.blogspot.de/

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  5. Huhu,

    ich habe dieses Buch auch gelesen und es hat mir sehr gut gefallen. Schade, dass es dich nicht hunderprozentig überzeugen konnte.

    Tolle Rezension trotzdem :)

    Liebste Grüße
    Emma

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