Mittwoch, 30. Januar 2013

Die weiße Buchwoche - mein Verhängnis

Ihr Lieben,

heute muss ich euch leider etwas beichten - jetzt bin ich doch schwach geworden...
Den ganzen Januar über bin ich Samstags todesmutig an der Weltbild Filiale in der Stadt vorübergegangen, obwohl es dort Bücher für 2,99 EUR gab. Außerdem war ich zweimal bei der Mayerschen - Freitags nach der Arbeit - ohne ein einziges Buch zu kaufen. Ich habe mir nur Anregungen geholt.

Und jetzt: ein Blick in die weißen Wannen im Rahmen der weißen Buchwoche, und schon bin ich um 7 Bücher reicher - aber auch weit weit entfernt von der Bewältigung meines SUB-Abbau-Extrem-Ziels im Monat Januar. Asche auf mein Haupt, aber ich hatte auch einen wirklich guten Grund: jedes dieser Bücher stand auf meiner Wunschliste. Kein einziges Buch ist in meine Einkaufstasche gewandert, das ich nicht schon eeeewig haben wollte.

Liebe Tascha, liebe Crini, ich hoffe, das ist Erklärung genug ;-)

Hier nun aber meine Errungenschaften:



Abhaken, weiterlesen...

Eure LeseMaus



Dienstag, 22. Januar 2013

Rezension "Unerwünscht Bd. 1" von Sylvia M. Dölger


Gelungener Serial-Auftakt mit viel Potenzial für die Zukunft


Sylvia M. Dölger
Unerwünscht. Bd. 1 der Serie fünfzehn
Neobooks
E-Book
46 Seiten
Erscheinungsjahr: 2012
ISBN 978-3-8476-2437-0
0,99 EUR



Der Weg zu mir: Ich habe das E-Book im Rahmen einer LovelyBooks-Leserunde testlesen dürfen. Beworben habe ich mich dafür, weil ich bereits zwei Bücher von der Autorin kenne und diese sehr gerne gelesen habe. (Es sind „Zum Teufel mit Barbie“ und „Hinter deiner Tür“, Rezis hier und hier.)

Der erste Satz: „Boah, stank Ben aus dem Mund.“

Das Äußere: Das Cover zeigt im Pop-Art-Stil drei Jugendliche, zwei Mädchen und einen Jungen, die den Betrachter anblicken. Ein Logo, gestaltet aus den Vornamen der drei Hauptprotagonisten, dient als Markenzeichen dafür, das Serial auch in Zukunft auf Anhieb wiederzuerkennen. Ein schönes, neutrales Cover, es passt gut zum E-Book.

Das Innere: Ally ist eine typische 15-jährige und lebt mit ihrer Mutter und zwei kleinen Geschwistern zusammen. Mit ihren beiden besten Freunden Isi und Mic versteht sich Ally blendend. Außerdem ist sie frisch verliebt in Greg, den amerikanischen Austauschschüler. Sie könnte also ein ganz normales Leben führen, wenn nicht etwas geschehen wäre, das Allys ganzes Leben auf den Kopf zu stellen droht…

Das Wesentliche: Der Einstieg ins Buch fesselt sofort: Es beginnt mit einer Szene, in der Ally von einem Jungen an ihrer Schule bedrängt wird. Glücklicherweise stellt sich dies nur als nächtlicher Albtraum heraus, und Ally startet in einen (fast) normalen Schultag. Hier kann man Ally erst einmal begleiten und ihre Freunde Isi und Mic und ihre noch recht frische Liebe Greg, den amerikanischen Austauschschüler, kennen lernen.

Und der Leser wird direkt mit Allys schwerwiegendem Problem konfrontiert: ihre Periode ist ausgeblieben. Das junge Mädchen ist dementsprechend einem ziemlichen Wechselbad der Gefühle ausgesetzt, dessen Schilderung von der Autorin sehr gut umgesetzt wurde. Isi ist Allys Vertraute in dieser Situation, die sie auch bitter nötig hat, denn die Beziehung zwischen Ally und ihrer Mutter scheint nicht unbedingt von Vertrauen und Offenheit geprägt zu sein. Aber auch Isi scheint eine Art Geheimnis zu verbergen, denn auch sie steht ihrer Freundin nicht durchgängig zur Seite. Mit diesen kleinen Andeutungen hat die Autorin einige offene Fäden direkt in den ersten Teil des Serials eingewoben, die sicher im Laufe der Zeit – und im Laufe der weiteren Bücher – wieder aufgegriffen werden.

Auch in diesem Buch habe ich direkt Sylvia M. Dölgers Schreibweise wiedererkannt. Die Autorin legt ein Augenmerk auf kurze und unkomplizierte Sätze, durch die man in meinen Augen als Leser näher an die Geschichte heranrücken kann. Mir erscheinen dadurch die Handlungs- und Denkweisen der Protagonisten lebensnaher und nachvollziehbarer – das mag ich!

Leider ist dieser Teil des Serials mit seinen nur 46 Seiten allzu schnell gelesen. Ein paar Seiten mehr hätten mir gerade am Ende gut gefallen, denn momentan ist der Schluss für meinen Geschmack etwas zu abrupt.

Das Serial „fünfzehn“ soll mehrere Bände umfassen, in denen jeweils ein anderer Protagonist im Vordergrund stehen wird. In Band 2 wird Mic die Hauptrolle spielen – darauf freue ich mich schon, ist er doch als Charakter in diesem Buch noch etwas in den Hintergrund gerückt. Ich bin jedenfalls gespannt auf die nächsten Bücher aus der Reihe und freue mich auf die Schilderung weiterer, sicher ebenso kontroverser Themen aus dem Leben der Jugendlichen.

Das Fazit: Mir hat dieser Teil des Serials „fünfzehn“ gut gefallen. Das E-Book lässt sich leicht und schnell lesen, und durch die typische Schreibweise der Autorin steckt man auch sofort mittendrin in der Geschichte. Der Leser fiebert durchgängig mit Ally mit, nur ein etwas abruptes Ende trübt den Lesegenuss am Schluss ein kleines bisschen. Ansonsten: Top!

Die Bewertung: 

Montag, 21. Januar 2013

Neuzugänge 2013-01

Hallo ihr Lieben,

jetzt habe ich einige Zeit gesammelt, aber nun möchte ich euch meine ersten Neuzugänge im Januar zeigen. Ich bin sehr, sehr tapfer! Immer die SUB-Abbau-Extrem-Challenge im Blick, bin ich total standhaft, was den Kauf oder auch das Ausleihen von "echten" Büchern angeht. Ich habe es schon dreimal in diesem Jahr geschafft, die Buchhandlung nur zu durchstöbern und nichts (in Worten: überhaupt gar nichts) zu kaufen. Nun ja, zumindest nichts, was meinen SUB erhöhen würde, nur ein Sachbuch ist es geworden. Auch die Krabbeltische lasse ich links liegen. Wenn es so weiter geht, kann ich die erste Sonderaufgabe in diesem Jahr ebenfalls erfolgreich abschließen!

Kurt zeigt euch jetzt erst einmal die beiden Bücher:


  • Bettina Szrama: Der Henker von Lemgo aus dem emons Verlag
    Dieses Buch habe ich glücklicherweise schon Ende letzten Jahres meinem SUB zugerechnet, denn es ist ein Gewinn aus dem Adventskalender-Gewinnspiel von Katja. Nachdem das Buch eine ganze Zeit in der defekten Packstation ausharren musste, konnte ich es endlich "ins Warme" holen.
  • Felix Disselhoff: Gefällt mir! Das Facebook-Handbuch aus dem mitp Verlag
    Ich bin ja immer noch damit beschäftigt, mir zu überlegen, ob oder ob ich nicht bei Facebook aktiv werden möchte. Augenscheinlich muss ich dafür mein Sicherheitsempfinden vorher befriedigen, denn das ist nun schon das dritte Buch zu diesem Thema, was Einzug in mein Regal gefunden hat, lach :-)

Und ich habe auch noch zwei E-Books erhalten, die ich beide auch schon gelesen habe:



So, nun wird hoffentlich nicht mehr viel hinzu kommen, bis der Monat herum ist. Ich versuche mich auf jeden Fall weiter zurück zu halten und auch bei kostenlosen E-Books vorsichtig zu sein - drückt mir die Daumen, dass ich noch zehn Tage bis zum Monatsende durchhalte!

Aber einen E-Book-Tipp habe ich für euch auch noch: und zwar gibt es momentan bei Amazon kostenlos ein E-Book von Rainer Wekwerth, der ja gerade wegen seiner Blogtour zum neuen Buch "Das Labyrinth erwacht" in aller Munde ist. Und zwar ist es "Die leise Stimme des Todes", geschrieben unter seinem Pseudonym David Kenlock - das Buch ist bereits 2003 als Taschenbuch erschienen und im Moment als E-Book kostenlos verfügbar.

Eure LeseMaus

Mittwoch, 16. Januar 2013

Rezension "Verachtung" von Jussi Adler-Olsen


Das Sonderdezernat Q ermittelt wieder


Jussi Adler-Olsen
Verachtung
Der vierte Fall für das Sonderdezernat Q 
DTV Verlag

Hardcover
544 Seiten
Erscheinungsjahr: 2012
ISBN 978-3-423-28002-0
19,90 EUR



Der Weg zu mir: Dieses Buch habe ich mir aus der Bücherei ausgeliehen, denn nach den ersten drei Fällen für das Sonderdezernat Q war mir klar, dass ich der Reihe weiter folgen würde.

Der erste Satz:  „Fast hätte sie sich ganz diesem Gefühl hingegeben.“

Das Äußere: Auf dem Cover ist eine blutige Schere zu sehen – nicht unbedingt ein Indikator für den Inhalt des Buches, dennoch passt das Äußere zu den übrigen Romanen. Der einzige Nachteil: Dieser vierte Fall für das Sonderdezernat Q ist als Hardcover erschienen, die ersten drei Bücher jedoch nur als Klappbroschur in der DTV Premium-Ausgabe. Für Sammler ist dieser äußere Bruch im Bücherregal nicht ganz so schön.

Das Innere: Im Jahr 1987 sind sechs Personen vermisst gemeldet und nie gefunden worden – das Sonderdezernat Q rund um Carl Morck stößt durch Zufall auf das Verschwinden von Rita Nielsen, eine der verschwundenen Personen, und bringt diesen Fall mit den weiteren in Verbindung. Nete Hermansen ist die Frau im Zentrum dieser Vermisstenfälle, denn sie ist diejenige, die sich für ihre verdorbene Kindheit und Jugend an allen Beteiligten grausam rächt. Wird es Carl Morck und seinem kleinen Team im Jahr 2010 gelingen, alle einzelnen Puzzleteile so zusammenzutragen, dass sich ein Gesamtbild ergibt und Nete Hermansen im Nachhinein überführt werden kann?

Das Wesentliche: Das Buch überzeugt durch eine konsequente Handlungsführung – da sind einerseits Carl Morck und sein Team aus Rose und Assad, die den Geschehnissen der Vergangenheit nach und nach auf den Grund gehen. Auf der anderen Seite ist da Nete Hermansen, die Frau, die Rache nimmt an allen, die ihr in ihrem Leben ein Leid angetan haben. Der Leser weiß also bereits zu Beginn des Romans, wer die Täterin ist – eigentlich müsste ein solches Buch doch langweilig sein. Aber weit gefehlt: das geschickte Verweben der beiden Handlungsstränge – die Schilderungen von Netes Vergangenheit und ihren Morden mit den Ermittlungen von heute – machen die spezielle Spannung dieses Kriminalfalls aus.

Dabei ist das zugrunde liegende Thema kein Leichtes: die Entmündigung junger Frauen in Dänemark und die Einweisung in die Anstalt auf der Insel Sprongo im großen Belt. Themen wie Zwangssterilisation sind nicht nur im Deutschland des Dritten Reichs an der Tagesordnung gewesen, sondern tatsächlich auch in Dänemark, und das wohl bis in die 60er Jahre hinein. Dieser furchtbaren Situation ist auch Nete Hermansen ausgesetzt gewesen, so dass ihre Wut und ihre Rachegefühle gut nachvollziehbar sind, auch wenn man ihre Taten natürlich trotz allem nicht gutheißen kann. Nete ist ein verletzliches Mädchen, das erst als junge Frau gelernt hat, dass es auch Menschen gibt, die ihr wohlgesonnen sind – ihr Lebensweg wird vom Autor so spannend und gleichzeitig mit einer beklemmenden Unausweichlichkeit beschrieben, dass man an den Seiten klebt, obwohl die von Jussi Adler-Olsen servierte Lesekost durchaus nicht einfach zu verdauen ist.

Der Leser erfährt zudem auch in diesem vierten Fall wieder etwas mehr aus dem Privatleben von Carl Morck, der mit seinem Stiefsohn, seinem ehemaligen, aufgrund einer Schussverletzung gelähmten Arbeitskollegen und einem schwulen Mitbewohner zusammenlebt. Diese seltsame Wohngemeinschaft erweist sich in diesem Buch einmal mehr als eine Gruppe, die zwar irgendwie skurril erscheint, aber doch füreinander da ist, wenn es darauf ankommt.

Wer die vergangenen Fälle rund um das Sonderdezernat Q kennt, wird wissen, dass Carl Morck in Rose eine Mitarbeiterin mit einem begnadeten Händchen für detaillierte Recherchen hat und deswegen über das eine oder andere Geheimnis, das seine Mitarbeiterin umgibt, hinwegsieht. Assad, Carl Morcks Mitarbeiter ohne eigene Polizeimarke, ist auch in diesem Buch aufgrund seiner oft spontanen Ermittlungsaktivitäten wieder eine Überraschung. Assads Herkunft und Vergangenheit bleiben aber weiterhin im Dunkeln, so dass ich davon ausgehe, dass wir noch einige Fälle mit dem bewährten Team lesen werden.

Übrigens würde ich jedem empfehlen, der die Reihe noch nicht kennt, mit dem ersten Band „Erbarmen“ zu beginnen. Ich hatte das Gefühl, dass die Anspielungen auf die Vergangenheit der verschiedenen Hauptcharaktere in diesem Buch besser zu verstehen wären, wenn man die Vorgängerbücher kennt.

Das Fazit: Auch der vierte Fall für das Sonderdezernat Q besticht wieder durch eine überzeugende Handlungsführung. Trotz der Tatsache, dass der Täter bereits zu Beginn bekannt ist, gelingen Jussi Adler-Olsen auch hier einige Wendungen, mit denen der Leser niemals gerechnet hätte. Meisterhaft bringt der Autor alle Handlungsstränge so zusammen, dass sich ein rundes Bild ergibt – ein fabelhafter Kriminalroman.

Die Bewertung: 
 

Montag, 14. Januar 2013

Challenges 2013: SUB-Abbau


Ich kriege scheinbar nicht genug von den verfügbaren Challenges für dieses Jahr. Kurzerhand habe ich mich nämlich noch entschlossen, an Annette Eickert's Lese-Challenge SUB-Abbau 2013 teilzunehmen:

http://autorinannetteeickert.wordpress.com


Veranstaltet von:
Autorin Annette Eickert | Challenge-Link
Dauer: 01.01.2013 - 31.12.2013

Regeln:
  • Es gelten Hardcover-Bücher, Taschenbücher, E-Books und Hörbücher
  • Jeder Teilnehmer soll den aktuellen Titel in der Facebook-Gruppe oder bei Lovelybooks und auf seinem Blog posten (Blog nur, wenn vorhanden)
  • Jeder Teilnehmer soll einmal im Monat Bericht über seinen Lesefortschritt erstatten … zum einen in der dafür vorgesehenen Facebook-Gruppe oder bei LovelyBooks und auf seinem Blog (falls vorhanden)
  • Als „Gelesen“ zählt erst dann ein Buch, wenn es bis zu Ende gelesen wurde
  • Zu jedem gelesenen Buch soll eine Rezension oder zumindest die Meinung in der Facebook-Gruppe oder bei Lovelybooks und auf dem eigenen Blog veröffentlicht werden (Blog nur, falls vorhanden)
  • Pro Kategorie zählt nur ein Buch
  • Jeder Teilnehmer muss mindestens 15 Kategorien der Lesechallenge erfüllen, die Reihenfolge ist egal:
  1. Lese ein Buch mit mehr als 200 Seiten
  2. Lese ein Buch mit mehr als 300 Seiten
  3. Lese ein Buch mit mehr als 400 Seiten
  4. Lese ein Buch mit Grün im Cover
  5. Lese ein Buch mit Blau im Cover
  6. Lese ein Buch mit Rot im Cover
  7. Lese ein Buch mit Weiß im Cover
  8. Lese ein Buch mit Schwarz im Cover
  9. Lese ein Buch aus dem Bereich Vampire
  10. Lese ein Buch aus dem Bereich Fantasy
  11. Lese ein Buch aus dem Bereich Jugendliteratur
  12. Lese ein Buch, das 2011 erschienen ist
  13. Lese ein Buch, das 2012 erschienen ist
  14. Lese ein Buch, das 2013 erschienen ist
  15. Lese ein Buch, welches einen Preis gewonnen hat
  16. Lese ein Buch, welches verfilmt wurde
  17. Lese ein Buch von einem noch nicht allzu bekannten Autor
  18. Lese ein Buch von einem Autor, mit dem du schon in Kontakt standest (per E-Mail, Facebook, Twitter)
  19. Lese ein Buch von einem deutschsprachigen Autor
  20. Lese ein Buch von einem englischsprachigen Autor
  21. Lese ein Buch, welches als Klassiker in der Literatur gilt
  22. Lese ein Buch aus einer Buchreihe
  23. Lese ein Buch, in dem ein Tier eine Rolle spielt
  24. Lese ein Buch, welches du geschenkt bekommen hast
  25. Lese ein Buch, an das du dich noch nie rangetraut hast
  26. Lese ein Buch mit Kurzgeschichten
  27. Lese ein Buch, welches du schon immer haben wolltest, aber welches du noch nicht gelesen hast
  28. Lese ein Buch, welches mehrere Geschichten aus einer Reihe beinhaltet (z. B. Sammelband)
  29. Lese ein Buch, welches du angefangen, aber nie beendet hast
  30. Lese ein Buch, das am längsten auf deinem SUB liegt
Meine monatlichen Fortschritte werde ich direkt bei LovelyBooks in der Gruppe veröffentlichen.

Samstag, 12. Januar 2013

Rezension "Der letzte Zauberlehrling" von Gerd Ruebenstrunk

Spannender Zauber gegen alle Regeln


Gerd Ruebenstrunk
Der letzte Zauberlehrling

arsEdition

Hardcover
448 Seiten
Altersempfehlung des Verlags: ab 12 Jahre
Erscheinungsjahr: 2012
ISBN 978-3-7607-8679-7
16,99 EUR



Der Weg zu mir: Nachdem ich bereits „Rebellen der Ewigkeit“ von Gerd Ruebenstrunk (Rezi hier: klick) gelesen hatte, habe ich mich nur allzu gerne für dieses Buch Blogg dein Buch beworben. Und ich habe das zu keiner Zeit bereut! Vielen Dank daher erst einmal an Blogg dein Buch und arsEdition.

Der erste Satz: „Der letzte Tag meines alten Lebens begann nicht anders als ungezählte Tage vorher.“

Das Äußere: Unter einer Brücke durch geht ein Junge auf Paris zu – er hat einen Koffer in der Hand und scheint etwas zögernd auf einen neuen Abschnitt seines Lebens zuzugehen. Ein ohnehin schon schönes Motiv, das durch den silbern glänzenden Titel und zahlreiche glitzernde Sterne am Pariser Nachthimmel noch eindrucksvoller wird.

Das Innere: Humbert möchte Zauberer werden und für diesen Zweck die Zauberakademie besuchen. Lange Jahre war er bereits in der Ausbildung bei Gordius, einem Zauberer des fünften Grades. Um weiter zu kommen, muss er nun als nächsten Schritt bei einem Zauberer höheren Grades in die Lehre gehen. Da Gordius sein Ende nahen sieht, schickt er Humbert auf die Reise nach Paris, um dort auf dem alljährlichen Ball der Zauberer einen neuen Lehrer zu suchen. Humbert macht sich auf den Weg in die Großstadt, doch dort erwartet ihn Schlimmes: Pompignac, ein Pariser Unternehmer, ist dabei, die Zaubersprüche aller Zauberer aufzukaufen, um diese eigenständig vermarkten zu können. Ob Humbert dennoch einen neuen Lehrherrn finden und sich gegen die Machenschaften Pompignacs behaupten kann?

Das Wesentliche: Direkt zu Beginn des Romans wird Humbert von seinem alten Meister Gordius in das aufregende und auch gefährliche Leben der Pariser Großstadt katapultiert. Es ist schön zu lesen, wie sich Humbert nach und nach diese für ihn so neue Welt erobert. Er macht dabei nicht nur Bekanntschaft mit hilfsbereiten, angenehmen Zeitgenossen, sondern auch mit finsteren Gestalten und der Obrigkeit, die sich auf die Seite Pompignacs geschlagen hat.

Dieser Pompignac ist ein gefährlicher Mann: er hat es sich zum Ziel gemacht, alle Zaubersprüche einzusammeln, vorgeblich, um diese dadurch einem größeren Publikum zugänglich machen zu können. Das Vorhaben scheint auch zunächst zu gelingen, doch als Diebstähle mit Hilfe des Unsichtbarkeitszaubers und sprechende Haustiere auf den Straßen von Paris überhand nehmen, kommt auch in der Öffentlichkeit langsam Kritik gegen Pompignacs Unternehmen auf. Und Pompignac wäre nicht der Bösewicht im Roman, wenn er nicht noch Schlimmeres im Sinn hätte: er will die Welt beherrschen.

Da wird recht schnell klar, dass Humbert nicht nur ein einfacher Zauberlehrling bleiben und die Augen vor der Situation verschließen kann. Doch bis es so weit ist, muss Humbert sich erst selbst darüber klar werden, was ihm im Leben wichtig ist. Ich fand es sehr angenehm, dass er sich nicht sofort wie ein großer Held ins Abenteuer stürzt, sondern im Gegenteil erst einmal das Für und Wider abwägt.

Humbert und seine Freunde wurden in meinen Augen im Laufe des Buches zu einer überzeugenden Gemeinschaft. Ich vermute, das liegt an der geschickten Schreibweise des Autors, der die Dialoge so lebendig geschrieben hat, dass man sich fühlt, als wäre man selbst dabei. Dabei ist es jedoch bei weitem nicht so, dass die geschilderten Beziehungen zwischen den Protogonisten ohne Reibereien wären. Im Gegenteil: der eine oder andere aus Humberts Umfeld hat selbst ein Geheimnis in petto, das sich bis zum Ende des Romans auch nicht unbedingt vollständig lüftet.

Mein persönliches Highlight im Buch war Lothar, das einzige Werhörnchen seiner Art. Er ist eine eigentümliche Mischung aus Eichhörnchen, Känguru und Hund und kann natürlich sprechen. Einige Kapitel sind ausschließlich aus der Sicht von Lothar verfasst, was eine weitere Sicht auf die übrigen Protagonisten ermöglichte und mich die eine oder andere vorgefasste Meinung über den Haufen werfen lies.

Ich mag Bücher, in denen der Hauptcharakter sich weiterentwickelt. Und ich mag Bücher, in denen die Protagonisten nicht immer nur an einem Ort bleiben. Beides ist hier der Fall, und so wird die abenteuerliche Reise des jungen Humbert gleichzeitig zu einer Reise zu seiner eigenen Bestimmung – toll gemacht! Ich kann das Buch nur jedem empfehlen, der phantastische und abwechslungsreiche Abenteuergeschichten liebt – er wird hier nicht enttäuscht werden.

Das Fazit: Ein tolles Buch, ganz bestimmt nicht nur für Kinder ab 12 Jahren. Sympathische Charaktere, überzeugende Freundschaften und gefährliche Feindschaften sorgen neben einer äußerst angenehmen Schreibweise sorgen für ein gleichermaßen flüssiges wie spannendes Lesevergnügen.

Die Bewertung:


 

Mittwoch, 2. Januar 2013

Der Mausemonat 2012-12 und das Mausejahr 2012

Hallo ihr Lieben,

ich hoffe, ihr seid gut ins Neue Jahr gekommen und freut euch genau so wie ich auf ein weiteres tolles Bücherjahr. Bevor es so weit ist, aber erst einmal die Statistik für den letzten Monat des vergangenen Jahres.


Statistik Dezember 2012

12 gelesene Bücher

1.962 Seiten gesamt= durchschnittlich 162 Seiten pro Buch
= durchschnittlich 63 Seiten pro Tag


Da sind diesen Dezember ja mal richtig viele Bücher zusammengekommen. Das liegt daran, dass ich mir mal bewusst ein paar Weihnachtsbücher ausgesucht habe, was ich in den vergangenen Jahren nie gemacht habe. Es hat mir gefallen, und nächstes Jahr werde ich mir das für den Dezember auf jeden Fall auch wieder vornehmen.

Meine Bücherauswahl aus dem Dezember hat mir die eine oder andere Überraschung beschert: so habe ich niemals erwartet, dass mich "Miss Emergency" so begeistern würde. Ein ganz, ganz tolles Buch mit enorm sympathischen Charakteren. Die Reihe werde ich auf jeden Fall weiter verfolgen. Ebenfalls eine Überraschung war "Mondscheinbiss", das Buch hatte ich im Rahmen der Verschenkaktion des Sieben-Verlags auf den Kindle geladen. Und oh Wunder, es war gar keine so plüschige Vampirgeschichte, wie das Cover glauben machen könnte. Es ging im Gegenteil so richtig zur Sache und hat mich eher an die Vampire von Marcus Heitz erinnert - richtig toll! Empfehlen kann ich auch "Der 7. Tag". Das E-Book steht schon seit ewigen Zeiten auf der Amazon-Bestsellerliste für Kauf-E-Books und ist jetzt ganz frisch auch als Taschenbuch herausgekommen. Das hat es definitiv verdient! Vielleicht besorgt ihr euch noch das E-Book, solange es noch für unter drei Euro zu haben ist, das wird bestimmt nicht mehr lange so günstig bleiben.

Nun noch in aller Kürze die Statistik für das gesamte Jahr 2012:

92 gelesene Bücher
27.640 Seiten
= durchschnittlich 300 Seiten pro Buch
= durchschnittlich 76 Seiten pro Tag

Wenn auch bedingt durch mein erstes Jahr mit dem Kindle einige Kurzgeschichten dabei waren - ich bin sehr zufrieden mit der Anzahl der gelesenen Bücher. So kann es gerne weitergehen bzw. in 2013 würde ich gerne die 100 erreichen!

Meine Jahreshighlights stelle ich euch natürlich noch extra vor.

Liebe Grüße

Eure LeseMaus