Freitag, 18. Juli 2014

Wölkchens Freitags Fragen #54

Hallo ihr Lieben,

heute habe ich mal wieder Lust, bei Wölkchens Freitags Fragen mitzumachen, der Aktion auf der Seite von Wölkchens Bücherwelt.



Bücherfrage: Welches Buch liest du momentan? Wenn du selbst der/die Protagonist/in wärst, würdest du etwas anders machen? Wenn ja, was?
Gerade erst gestern Abend habe ich angefangen mit "Eine Handvoll Worte" von Jojo Moyes. Deswegen habe ich auch gerade erst die Protagonistin, Ellie Haworth, kennengelernt. Sie ist mit einem verheirateten Mann liiert, und das schon fast ein Jahr. Wenn ich solo wäre, könnte ich mir definitiv nicht vorstellen, dass ich so etwas mitmachen würde, insofern kann ich die Frage ganz einfach beantworten: ich würde demjenigen den Laufpass geben!

Private Frage: Welches Fach/welche Fächer in der Schule fandest du besonders toll?
Mir hat vor allem ein Nebenfach gut gefallen: Philosophie. Wir haben damals Erich Fromms "Die Kunst des Liebens" gelesen und sehr intensiv darüber diskutiert. Ich habe damals schon viel gelesen, aber vorrangig Romane, und durch dieses Schulfach wurde erst der Grundstein bei mir gelegt, mich auch für Sachbücher zu interessieren.

Wölkchens Freitags Fragen ist eine Aktion von Wölkchens Bücherwelt.

Eure LeseMaus

Donnerstag, 17. Juli 2014

Rezension "Operation Maulwurf" von Mila Roth

Ein spannend-gefährliches Wochenende


Operation Maulwurf 
Fall 4 für Markus Neumann und Janna Berg 
Mila Roth 
Taschenbuch 
172 Seiten 
Erscheinungsjahr: 2014 
ISBN: 978-1-484938-68-3 
6,99 € 
- auch als E-Book erhältlich: klick

Der erste Satz: „Du hast was?“

Das Äußere: Ganz in der Tradition des Serials, zeigt auch dieses Cover den Scherenschnitt einer Frau mit Mixer in der Hand und einen Gegenstand mit Bezug zum jeweiligen Inhalt, hier ist es ein Handy bzw. ein GPS-Gerät. Das erhöht den Wiedererkennungswert.

Das Innere: Janna Berg, die „Aushilfe“ des Geheimdiensts, der sich unter dem Namen „Institut für europäische Meinungsforschung“ tarnt, möchte das freie Wochenende für Renovierarbeiten nutzen. Ihre Eltern haben vorgeschlagen, dass Janna und ihre beiden Pflegekinder in das größere Gebäude auf dem gemeinsamen Hof umziehen, und haben die Kinder auf einen Campingausflug mitgenommen. Parallel hat der Geheimdienst mit einem möglichen Maulwurf zu kämpfen, der scheinbar geheime Informationen unter der Hand an den Verbrecher Burayd und seine Organisation „Söhne der Sonne“ weitergibt.

Janna Bergs Einsatz im letzten Fall hat dafür gesorgt, dass es für diese Organisation recht brenzlig wurde – und aus Rache wird Janna in ihrem Haus überfallen und bedroht. Glücklicherweise ist Jannas Partner Markus Neumann gerade noch früh genug zur Stelle, um sie zu retten. Doch das ist nur der Beginn eines abenteuerlichen Wochenendes für die beiden. Ob der Maulwurf wohl auch hier die Finger im Spiel hat?

Das Wesentliche: Nachdem ich nun schon den vierten Teil des Serials gelesen habe, habe ich während der Lektüre immer mehr das Gefühl, nach Hause zu kommen. Die Charaktere festigen sich – so redet Janna z. B. weiterhin ohne Punkt und Komma, wenn sie aufgeregt ist, und bringt Markus Neumann damit mehr als einmal auf die Palme. Gleichzeitig zeigen sie auch immer etwas mehr von ihrer Persönlichkeit. Markus Neumann beispielsweise hat gerade in diesem Teil nicht nur seine Vorliebe für Hausmannskost verraten, sondern es wurde auch angerissen, dass es Differenzen zwischen Markus und seinem Vater gibt. Hier erfahren wir bestimmt in den nächsten Teilen mehr!

Der aktuelle Fall reicht tief in die Strukturen der Geheimdienst-Organisation hinein. Und so steht dieses Mal die Identifikation des Maulwurfs auf der Tagesordnung – parallel muss sich Markus Neumann darum kümmern, dass Janna nichts zustößt. Während Markus sich weiterhin kategorisch weigert, Janna als berufliche Partnerin anzuerkennen, kommt Janna auch dieses Mal auf die bekannt kreative Art und Weise zu tollen Lösungen, die so typisch für sie ist.

Ganz besonders gefallen mir übrigens immer die Stellen, an denen es für Janna etwas knifflig wird, weil sie ja weiterhin ihren Nebenjob beim Geheimdienst vor ihrer Familie verbergen muss. Dieses Mal ist es ihre Schwester Jette, die langsam etwas misstrauisch wird. Wie sich das im Laufe der Zeit weiterentwickeln wird, darauf bin ich schon sehr gespannt. 

Wichtig zu wissen: Die Vorgänger-Serials (Teile 1 bis 3) muss man nicht unbedingt kennen, um diesen Teil zu lesen und zu verstehen. Jannas Situation und auch der Geheimdienst mit seiner Mannschaft werden ausreichend gut erklärt, um gut in die Geschichte hineinzufinden und ohne den Leser mit zu vielen Details aus der Vergangenheit zu überfrachten. Dadurch gibt es auch die Möglichkeit, die Vorgängerbücher erst im Nachgang zu diesem Teil zu lesen und daran Freude zu haben.

Wer mehr über die Reihe wissen will, sieht sich am besten auf der Seite von Mila Roth um: klick.

Das Fazit: Wieder ein Serienteil wie er sein muss. Spannung, Kurzweil, und es prickelt so langsam etwas mehr zwischen den Hauptprotagonisten. Glücklicherweise braucht man sich keine Gedanken machen, dass den Hauptpersonen in den gefährlichen Situationen etwas zustößt – die Serie muss ja weitergehen :-) Unbedingt auch dieses Mal wieder lesen oder – noch besser – mit Teil Eins beginnen, sofern noch nicht geschehen.

Die Bewertung:

Donnerstag, 10. Juli 2014

Rezension "Das Miezhaus" von Ulrike Renk

Vergnügliche Tierpension mit Hindernissen



Das Miezhaus 
Ulrike Renk 
E-Book 
Droemer Knaur eRiginal, Feelings 
265 Seiten 
Erscheinungsjahr: 2014 
ISBN: 978-3-426-42524-4 
4,99 €


Der erste Satz: "Mist", Judith rieb sich das Knie und ließ eine Reihe kreativer Flüche folgen.

Das Äußere: Das Cover zeigt neben dem Titel des Romans auch eine kleine Katze – was sicher keine grafische Höchstleistung ist, aber als E-Book gerade noch so durchgeht. Außerdem sieht die Katze richtig niedlich aus :-)

Das Innere: Die geschiedene, alleinerziehende Judith verliert ihren Job und sieht die Gelegenheit gekommen, ihren Traum zu verwirklichen: eine eigene Tierpension. Glücklicherweise lebt sie in einer Hausgemeinschaft mit ihrer eigenen Familie – Vater, Tante und Cousin – so dass zumindest räumlich nichts dagegen spricht. Wenn da nur nicht der neue Mieter Alex wäre, mit dem Judith zunächst aneinander gerät. Aber Alex – ein ebenfalls allein lebender, attraktiver Mann, der passenderweise auch noch in Judiths Alter ist – ist glücklicherweise Tierarzt und gar nicht mal so unsympathisch. Alex muss aber erst einmal die turbulente Hausgemeinschaft verstehen und sich außerdem mit seiner angehenden Ex-Frau Sonja auseinandersetzen, bevor sich eine Möglichkeit zur Annäherung ergibt…

Das Wesentliche: Der Roman ist im Droemer Knaur Verlag unter dem Label „feelings“ erschienen und macht dem Genre „Liebesroman“ dabei alle Ehre.

Judith und ihre Tochter Edith lernt man zuerst kennen. Judith organisiert ihr Leben rund um Arbeit, Kind und Haustiere herum recht gut. Besonders die Haustiere spielen eine große Rolle in Judiths Leben. Vor allem der Malamute namens Aputi (Wie ich im Roman gelernt habe das ist eine Rasse, die gerne mit einem Husky verwechselt wird) hat den einen oder anderen charmanten Auftritt. Nachvollziehbar, dass die Liebe zu den Tieren für Judith auch den Ausschlag gegeben hat, es mit einer Tierpension zu versuchen.

Nun besteht die Chance, dass sich Judith über ein Praktikum in der Tierklinik erste Sporen im Hinblick auf die Betreuung von Tieren verdient. Was für ein Zufall, dass Alex ebenfalls in dieser Klinik als Tierarzt tätig ist! Judith und Alex kommen sich – wie soll es auch anders sein – im Laufe der Zeit etwas näher, obwohl sich beide aufgrund ihrer gescheiterten Beziehungen ungern auf etwas Neues einlassen möchten. Schließlich hat Alex noch ziemliche Sorgen mit seiner ehemaligen Frau, die mit seinem Praxiskollegen Michael zusammen ist, der auf einmal an der Erziehung von Alex eigenem Sohn beteiligt ist. Da sind Reibereien natürlich vorprogrammiert, aber Alex schlägt sich ganz tapfer mit seiner ersten eigenen Wohnung nach der Ehe und mit der wochenendlichen Betreuung seines kleinen Sohns Max.

Sicher laufen die Vorbereitungen für Judiths künftige Tierpension etwas zu reibungslos ab, um total glaubwürdig zu sein. Es ist genug Geld da, die Handwerker machen auch alles richtig, und Cousin Sam zaubert mal eben eine Homepage hin. Im Handumdrehen sieht Judith ihren Traum verwirklicht – fast ohne dass sie selbst viel hätte unternehmen müssen. Hier wäre der eine oder andere Stolperstein vielleicht ganz gut gewesen, um etwas Würze in die Geschichte zu bringen.

Ganz toll fand ich jedenfalls die Zusammenkünfte der Familie, bei der Judith immer auf die Schnelle etwas Leckeres zu Essen auf den Tisch gezaubert hat. Das war so eine einladende Atmosphäre, dass ich mich am liebsten schon selbst eingeladen hätte.

Überhaupt lebt der Roman ganz besonders auch durch die Nebendarsteller. Judiths etwas verschrobener Vater und dessen Schwester sowie Judiths Cousin Sam sind alle ganz bezaubernd. Die Familie hält zusammen, grenzt aber auch dem neuen Mitbewohner Alex nicht aus, was mir gut gefallen hat.

Das Fazit: Ein leichter, unterhaltsamer Liebesroman, mit dem man ein paar schöne Stunden verbringen kann. Wer seine Lesezeit in dem trubeligen Miets- ääh Miezhaus verbringen möchte, der wird sicher direkt von der Hauptperson eingeladen, zum Essen zu bleiben. In diesem Fall bitte unbedingt „Ja“ sagen!

Die Bewertung: