Donnerstag, 27. November 2014

LovelyBooks Leserpreis 2014: Meine Favoriten

So, ihr Lieben,

heute ist der letzte Tag der Abstimmung rund um den LovelyBooks-Leserpreis. Ich dachte, ich zeige euch noch, welche Bücher meine Favoriten sind.

Jetzt bin ich gespannt, wie es ausgeht - die Abstimmung dauert keine zwei Stunden mehr...morgen wissen wir mehr!

Einstweilen eine gute Nacht für euch!

Eure LeseMaus

Sonntag, 2. November 2014

Rezension "Vergessen" von Elke Pistor

Ein neues Ermittlerteam sorgt für Spannung


Elke Pistor
ISBN: 978-3-548-28610-5
304 Seiten
9,99 €
Erscheinungstermin: August 2014



Der Weg zu mir:
 Elke Pistors Romane sind mir immer mal wieder auf verschiedenen Blogs aufgefallen. Als es die Chance gab, bei Blogg dein Buch ein Rezensionsexemplar ihres neuen Krimis zu erhalten, habe ich nur zu gerne zugegriffen, um mir endlich selbst ein Bild machen zu können - lieben Dank an den Ullstein Verlag und an Blogg dein Buch für die Möglichkeit, das Buch lesen zu dürfen. 

Der erste Satz: "Das ist unfair!"

Das Äußere: Ein klassisches Krimi-Äußeres - ein düsteres Bild mit einem einsamen Haus im Vordergrund und Kirchtürmen im Hintergrund. Passend und beklemmend!

Das Innere: Der erste Fall für Kommissarin Verena Irlenbusch, den wir als Leser miterleben dürfen, geht direkt an ihre persönlichen Grenzen: zunächst wird ein kleines Mädchen entführt - und bald darauf geschehen zwei seltsame Morde, bei denen nicht so ganz klar ist, ob da jemand nachgeholfen hat. Verena steigt in den Fall ein, doch unfreiwillig muss sie sich dabei mit dem ihr zugeteilten unfreundlichen Kollegen Christoph Todt auseinander setzen. Parallel hat sie daheim mit der Alzheimer-Erkrankung ihrer Großmutter zu kämpfen. Und so agiert Verena an allen Fronten und gerät dabei in mehr als einer Hinsicht an ihre persönlichen Grenzen...

Das Wesentliche: Der Einstieg in den Roman ist ganz schön krass - Mia, ein kleines Mädchen, wird entführt. Und schon steckt man mittendrin im neuen Kriminalroman von Elke Pistor, die sich bereits mit zahlreichen weiteren Regionalkrimis eine Fangemeinde aufgebaut hat. Ich war sehr gespannt, was mich erwarten würde, denn für mich war es Pistors allererster Krimi. Als erstes habe ich die Hauptprotagonistin Verena Irlenbusch selbst ins Herz geschlossen, die als Kommissarin zwar genau weiß, was sie tut, aber in ihrem Privatleben zahlreiche Baustellen offen hat. 

Dass sich Verena mit ihrem Kollegen Christoph Todt zusammenraufen muss, um den Fall zu lösen, macht ihr die Situation nicht leichter. Verenas eigentliche Partnerin Leo, mit der sie sich blind versteht, liegt zudem schwer verletzt im Krankenhaus. Die beiden ungleichen Kollegen Verena und Christoph schaffen es irgendwann, eine Art Waffenstillstand zu schließen, da ja letztlich der Fall im Vordergrund stehen muss. Doch nach und nach bröckeln die Mauern zwischen den beiden, so dass es nach und nach zu einer Art Verständnis zwischen den beiden kommt. Als Leser kann man sich daher wohl darauf freuen, dass hier im Laufe der Zeit ein tolles Ermittlerteam entsteht, das in weiteren Krimis dieser Reihe brillieren wird.

Für meine Geschmack war die Dosis an kriminellen Handlungen und entsprechenden Schilderungen genau richtig, wenngleich die Schilderungen aus Sicht der entführten Mia schon an die Nieren gingen - ich bin ja bekanntlich nicht so der Fan von Thrillern, in denen man "dabei" sein muss, während den Opfern etwas geschieht. Dieser Krimi wird aber mehr von den übrigen Protagonisten und deren Konstellationen zueinander getragen. Nach und nach ziehen sich die Fäden um die Beteiligten enger zusammen, genau wie es sich für einen eher psychologisch ausgerichteten Roman gehört. Dabei sorgt Elke Pistor auch für die eine oder andere Überraschung, mit der der Leser nicht unbedingt hat rechnen können. Gerade die kleinen Prisen überraschender Handlungen und falscher Fährten hier und da machen den Krimi trotz der zugrunde liegenden Mordfälle zu einer frischen Unterhaltungslektüre. 

Das einzige, was ich nicht so richtig nachvollziehen konnte, war Verenas Umgang mit der Alzheimererkrankung ihrer Großmutter Ruth. Natürlich ist die Großmutter in Verenas Kindheit eher wie eine Mutter für sie gewesen - dennoch hilft es ja nichts, sich bei einer solchen Erkrankung vor der Wahrheit zu verschließen. Verena vertraut darauf, dass die Betreuung durch eine Nachbarin ausreicht und dass schon nichts Schlimmes passieren wird, während sie im Dienst ist - das fand ich ziemlich leichtsinnig und nicht ganz glaubwürdig für eine Person wie Verena, die ansonsten mit beiden Beinen fest im Leben steht. 

Elke Pistors Schreibstil hat mir enorm gut gefallen. Ich bin nur so über die Seiten geflogen, da ich meistens das Gefühl hatte, direkt neben den Figuren des Romans zu stehen und jeden ihrer Schritte unmittelbar mit zu erleben.   

Das Fazit: Ein guter, solider Kriminalroman mit einem spannenden Verlauf. Gleichzeitig ein toller Auftakt für Kommissarin Verena Irlenbusch und ihren Kollegen Christoph Todt. Diese Reihe werde ich weiter verfolgen, denn Teil 1 hat mich bereits überzeugt!

Die Bewertung: